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Autor: Heike Veldhuis

Verschmelzung mit Raiffeisen-Zentrallager Emlichheim

Eindeutiges Mitglieder-Votum der Raiffeisenbank Ems-Vechte eG

Auf der Generalversammlung der Raiffeisenbank Ems-Vechte eG im Saal Ridder in Wilsum wurde die Verschmelzung mit der Raiffeisen-Zentrallager Emlichheim e. G. (RZL) beschlossen. Mit eindeutiger Mehrheit stimmten die Mitglieder für die Fusion. Die Mitglieder der RZL hatten bereits Anfang der Woche der geplanten Fusion einstimmig zugestimmt.

Durch den Abend führte Aufsichtsratsvorsitzende Irmgard Rolfes-Hinson.

Im Rahmen der Generalversammlung informierte Marktvorstand Albert Weersmann die Mitglieder ausführlich über die geplante Fusion mit dem RZL. „Nach 53 Jahren schließt sich gewissermaßen ein Kreis. Die meisten Gründungsgenossenschaften von damals sind heute – nach erfolgreichen Fusionen der vergangenen Jahrzehnte – bereits Teil unserer Raiffeisen-Ems Vechte-Familie.

Auch vor diesem Hintergrund ist die Zusammenführung ein folgerichtiger und konsequenter Schritt“, so Weersmann. Dabei erläuterte er die strategischen Beweggründe und stellte die geplanten Schritte sowie die damit verbundenen Chancen und Synergien für die Mitglieder in der Region dar. Er dankte den ehemaligen und heutigen Verantwortlichen sowie allen Mitarbeitenden, die die Entwicklung der RZL über Jahrzehnte engagiert begleitet und geprägt haben.

Als neues Vorstandsmitglied stellte sich Bank-Vertriebsvorstand Andreas Büter vor. Dabei wies er mit der Gründung der heutigen Raiffeisenbank Ems-Vechte eG durch Landwirte auf die Wurzeln der Genossenschaft hin und verknüpfte dies mit seinen eigenen Wurzeln, da er auf einem landwirtschaftlichen Betrieb aufgewachsen ist.

„Dadurch ist das eigentlich meine erste Ausbildung“, sagte er und spielte damit auf das familiäre Miteinander auf einem landwirtschaftlich betriebenen Hof an. Bei der Präsentation der Geschäftszahlen konnte er auf eine erneut gestiegene Bilanzsumme von 843,3 Mio. Euro verweisen sowie auf ein betreutes Kundenvolumen von 1,2 Mrd. Euro.

Vorstandsmitglied Andreas Terfehr stellte der Versammlung die Förderbilanz der Raiffeisenbank Ems-Vechte eG vor. Unter anderem durch Spenden, Gewerbesteuern, Löhne und Gehälter und Investitionen ist in der Region eine Wertschöpfung von über 49 Mio. Euro geschaffen worden. Außerdem hat die Raiffeisenbank Ems-Vechte eG ca. 2,1 Mio. Euro in Form von Dividende und Warenrückvergütung an die Mitglieder ausgeschüttet.

Mit 925 Mitarbeitenden (zum Stichtag 31.12.2025) zählt die Raiffeisenbank Ems-Vechte eG zu einem der größeren Arbeitgeber der Region, berichtete Andreas Terfehr.


Die Umsatz- und Absatzzahlen für das Warengeschäft präsentierte Vorstandsmitglied Albert Weersmann. Er bilanzierte eine insgesamt weiterhin positive Entwicklung für 2025 und ebenso aktuell für das laufende Jahr. „In unserem Kerngeschäft, dem Mischfutterbereich, verzeichnen wir weiterhin ein überdurchschnittliches Wachstum. Dabei entwickeln wir uns besser als der Gesamtmarkt und bauen unsere Marktanteile kontinuierlich aus“, so Weersmann. Auch in den übrigen Agrarsparten – insbesondere im Düngemittel-, Saatgut-, Pflanzenschutz- und Energiegeschäft – zeigt sich die Genossenschaft mit den erzielten Absatz- und Umsatzzahlen zufrieden. „Der Energiesektor profitiert dabei weiterhin besonders stark von der hohen Nachfrage niederländischer Kunden im grenznahen Raum“, berichtete Weersmann.

Auf die Investitionen ging Vorstandsmitglied Holger Terhalle ein. So ist 2025 in Klein Berßen ein neuer Agrarstandort inklusive Lagerhalle und Düngemittel-Mischanlage entstanden. In Wesuwe-Siedlung ist mit den Arbeiten für den neuen Agrarstandort begonnen worden. Zudem stattete die Genossenschaft sechs Agrarstandorte mit neuen Düngerstreuern aus. Im Jahr 2025 erfolgte außerdem die Umstellung der Futtermittelproduktion auf Bio in Klein Berßen.



Aus dem Aufsichtsrat schieden turnusgemäß Hans-Wilhelm Heitmann, Karl-Heinz Heyers, Bernhard Nüsse, Josef Schulte-Eißing und Jan Wesselink aus. Bernhard Nüsse konnte aus Altersgründen nicht wiedergewählt werden. Alle anderen wurden einstimmig wieder gewählt. Die Aufsichtsratsvorsitzende hielt die Laudatio auf den ausgeschiedenen Aufsichtsrat. Dabei referierte sie über dessen genossenschaftliche Biografie und hob Persönliches hervor: „Deine flotten Sprüche haben in so mancher Sitzung die Stimmung aufgelockert und ein Lächeln auf die Gesichter gezaubert – wir werden dich vermissen.“


Aus dem Warenbeirat schieden turnusgemäß Heinrich Behnen, Heino Eggengoor, Jan Genzink, Heinz Hinrichs, Paul Ipe, Hermann Ranters und Jochen Wolberink aus. Paul Ipe und Hermann Ranters ließen sich für die Wahl nicht neu aufstellen; alle anderen wurden einstimmig wieder gewählt.

Feierliche Verabschiedung – (v. l.) Holger Terhalle, Andreas Büter, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender Heinrich Behnen, Bernhard Nüsse, Irmgard Rolfes-Hinson, Hermann Ranters, Paul Ipe, Andreas Terfehr und Albert Weersmann.

Rund 600 Gäste bei agrarpolitischem Austausch mit Bundesminister Alois Rainer in Schneiderkrug

GS Die Genossenschaft eG und Raiffeisen Ems-Vechte diskutieren bei „Perspektiven 2026“ zentrale Zukunftsfragen der Agrarwirtschaft im Nordwesten.

Rund 600 Vertreterinnen und Vertreter aus Landwirtschaft, Politik, Wirtschaft und Genossenschaftswesen haben am Mittwochabend an der Veranstaltung „Perspektiven 2026: Die Agrarregion Nordwest im Dialog mit Alois Rainer“ auf dem Betriebsgelände der GS Die Genossenschaft eG in Schneiderkrug teilgenommen.

Eingeladen hatten gemeinsam die GS Die Genossenschaft eG und die Raiffeisen Ems-Vechte, das Warengeschäft der Raiffeisenbank Ems-Vechte eG.

Im Mittelpunkt stand der Austausch mit Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer zu aktuellen agrarpolitischen Rahmenbedingungen. In seinem Impulsvortrag stellte Rainer den Abbau bürokratischer Vorgaben, verlässliche Förderbedingungen sowie die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Landwirtschaft in den Vordergrund. „Die Bürokratie ist die Geisel unserer Neuzeit. Mein Ziel ist deren Abbau“, betonte der Minister. Zugleich betonte er die Bedeutung von Kreislaufwirtschaft, Ernährungssicherung und regionaler Wertschöpfung als zentrale Leitlinien künftiger Agrarpolitik.

Die anschließende Podiumsdiskussion, moderiert von Christoph Metzner (Deutscher Raiffeisenverband), griff diese Themen aus unterschiedlichen Perspektiven auf. Franz-Josef Holzenkamp, Henning Kock, Jens Suren-Schmits und Jan Müller diskutierten über genossenschaftliche Wertschöpfungsketten, die Auswirkungen regulatorischer Vorgaben auf betriebliche Investitionsentscheidungen sowie die Anforderungen an faire Wettbewerbsbedingungen im internationalen Handel.

Die Veranstaltung wurde von Cord Schiplage (GS Die Genossenschaft eG) und Albert Weersmann (Raiffeisen Ems-Vechte) eröffnet, die die Bedeutung der Region als leistungsfähigen Agrarstandort einordneten und den Dialog zwischen Praxis und Politik als Ziel des Abends benannten.
In seinem Grußwort stellte Christoph Eilers, Mitglied des Niedersächsischen Landtags, die Rolle der Landespolitik bei der Ausgestaltung verlässlicher Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft heraus und verwies auf die Bedeutung regionaler Wertschöpfung für den ländlichen Raum.

Den Abschluss gestalteten Cord Schiplage, Albert Weersmann und Silvia Breher (Mitglied des Bundestages). Breher ordnete die Diskussion mit Blick auf bundespolitische Entscheidungsprozesse ein und verwies auf die Notwendigkeit, agrarpolitische Maßnahmen stärker an praktischen Anforderungen auszurichten.

Schiplage und Weersmann griffen zentrale Punkte aus Sicht der regionalen Genossenschaften auf und betonten die Bedeutung langfristiger Planungssicherheit für Betriebe und vor- und nachgelagerte Bereiche.

„Die Diskussion zeigt, dass die Betriebe in unserer Region klare und verlässliche Rahmenbedingungen benötigen. Themen wie Bürokratie, Investitionssicherheit und Wettbewerb wirken sich unmittelbar auf die tägliche Arbeit in der Landwirtschaft aus“, sagte Cord Schiplage, Vorstand der GS Die Genossenschaft eG.

„Als regional verankerte Genossenschaften bringen wir die Perspektiven unserer Mitglieder und Kunden in den Dialog ein. Der direkte Austausch mit der Politik ist notwendig, um konkrete Auswirkungen politischer Entscheidungen sichtbar zu machen“, sagte Albert Weersmann, Vorstand der Raiffeisenbank Ems-Vechte eG mit dem Warengeschäft Raiffeisen Ems-Vechte.

Die Veranstaltung war als gemeinsamer Austausch von Politik und Praxis angelegt. Neben dem Fachprogramm bestand im Anschluss Gelegenheit zu Gesprächen zwischen den Teilnehmern.

Ackerbauberater 2026

Unser Ackerbauberater 2026 ist nun auch online verfügbar.

Die Broschüre bietet erneut viele Informationen und Empfehlungen für ein erfolgreiches Anbaujahr 2026.

Sie können es als Flippingbook oder als PDF-Datei downloaden:

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Neuer Agrarstandort der Raiffeisen Ems-Vechte in Börger

Die Raiffeisenbank Ems-Vechte eG übernimmt zum 1. Februar 2026 den landwirtschaftlichen Standort in Börger und führt diesen künftig als Agrarstandort der Raiffeisen Ems-Vechte weiter. Der bisher von der GS Die Genossenschaft eG betriebene Standort bleibt damit in genossenschaftlicher Hand und wird innerhalb der regionalen Genossenschaftsstruktur fortgeführt.

Durch den Betreiberwechsel wird die zuverlässige und nachhaltige Versorgung der landwirtschaftlichen Betriebe in der Region auch künftig sichergestellt. Im Rahmen der Generalversammlung der Raiffeisen-Warengenossenschaft Börger eG am 15. Januar 2026 findet die offizielle Übergabe des Standorts statt.

Für die Kundinnen und Kunden des Standorts Börger ergeben sich im laufenden Geschäftsbetrieb keine größeren Veränderungen. Ein wichtiger Bestandteil der Übernahme des Standortes ist der Erhalt des bestehenden Teams: Die bisherigen Mitarbeitenden der GS Die Genossenschaft eG am Standort Börger wechseln zur Raiffeisenbank Ems-Vechte eG mit dem Warengeschäft Raiffeisen Ems-Vechte. Damit bleiben Erfahrung, Fachwissen und vertraute Ansprechpartner weiterhin erhalten. Die Standortleitung wird Sven Liesen (siehe Foto) übernehmen. Er steht mit seiner mehr als 15-jährigen Erfahrung im Agrarhandel zukünftig als kompetenter Ansprechpartner für Sie bereit.

Aufgrund der Übernahme und damit einhergehenden organisatorischen Maßnahmen bleibt der Agrarstandort Börger ab dem 16. Januar 2026 vorübergehend für gut zwei Wochen geschlossen. Ab dem 2. Februar 2026 ist das Mitarbeiterteam dann wieder für die Kundinnen und Kunden da.


Die Öffnungszeiten ab dann sind:
Montag bis Freitag:
08:00 Uhr – 12:30 Uhr, 13:30 Uhr – 17:00 Uhr
März bis Mai Samstags:
08:00 Uhr – 12:00 Uhr geöffnet
(eventuell nach Bedarf auch noch der Juni)


Zukünftig wird am neuen Standort das gesamte Angebotsspektrum der Raiffeisen Ems-Vechte zur Verfügung stehen wie z. B. Dünger, Saatgut, Pflanzenschutz, landwirtschaftliche Bedarfsartikel und Vieles mehr.

Bei Rückfragen hierzu stehen Sven Liesen unter 04966 214 und Egbert Wesselink, Leiter Agrar/Agrarstandorte der Raiffeisen Ems-Vechte, unter 0151 14979396 telefonisch gerne zur Verfügung.